Nach der Schlacht bei Jena
löste sich das Burger Regiment auf und ein grosser Teil der
entlassenen Soldaten blieben im Burg und bildeten die neue
Pfarrgemeinde. Weihnachten 1814 begann Pfarrer Columban
Valensieck den ersten Gottesdienst in der gemieteten
Kapelle des St. Johannes- Hospitals. Am 09. September 1827 muss
aus finanziellen Gründen diese Hospitalkappelle verlassen werden
und 1835 wird das Grundstück in der Berliner Strasse 38
erworben. Dieses Haus war gleichzeitig Schulgebäude, sowie
Wohnung des Lehrers und des Pfarrers. Die dort vorhandene
Scheune wurde ab 1839 als Notkirche genutzt.
Als 1899 diese Kirche wegen
Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt wurde, konnte erst 1903
das Grundstück Grünstrasse 13 (heutiges Pfarrhaus) gekauft
werden. Zeitgleich findet der Einzug in das von der Gemeinde neu
errichtete Schulgebäude statt.
Als durch Spendengelder
1903 in der Blumenthaler Strasse die Flächen Nr. 3 / 4 / 5 und 6
hinzukommen, kann 1904 nach Plänen
des Diözesenbaumeisters Dr. Güldenpfennig aus Paderborn mit dem
Bau der Kirche im neugotischen Stil begonnen und am 06. November
1904 feierlich der Grundstein gelegt werden.
Die vom Fabrikanten Ernst Tack
gespendeten Glocken wurden am 22.Oktober 1905 geweiht.
Durch Probst Dr. Schauerte aus
Magdeburg wurden am 27. Mai1906 der fertige Sakralbau benediziert
und am 20. Mai 1908 durch Bischof Dr. Wilhelm Schneider
konsekriert. 1913 wurde der durch
Bildhauer Joh. Bapt. Moroda aus St. Ulrich in Tirol geschnitzte
neue Kreuzweg von Pfarrer Hünermund eingeweiht.
Die Glocken des Turmes wurden
am 1. August 1917 beschlagnahmt und abgenommen. Am 17. Juni 1923
wurden dann zwei neue Glocken durch Pfarrer Bruns geweiht. Dieser Vorgang wiederholt sich
ein zweites Mal 1941, als die beiden Glocken „Johannes und
Maria“ für Kriegszwecke vom Turm geholt wurden. Erst 1956 wurden
drei neue Glocken am Dreifaltigkeitstag durch Caritasdirektor Solbach aus Magdeburg geweiht.
1928
werden die ersten Nazareth-Schwestern aus Goppeln feierlich in
Burg begrüsst und wohnen in der Scheunenstrasse 20, einem von
Frau Zielaskowski der Katholischen Gemeinde geschenktem Haus.
Die Schwestern leiten bis zum 29.08.1971 den noch heute
bestehenden Kindergarten und sind gleichzeitig in der
Krankenpflege tätig. 1939 wird auf Regierungsbeschluss die
katholische Schule aufgelöst.
Nach Entwürfen von Christoph
Grüger erhält 1960 der Chorraum neue Fenster. Am 24.09.1967 tritt Pfarrer
Wilhelm Brusis seinen Dienst an, den er erst nach 30-jähriger
Tätigkeit in Burg im Jahr 1997 durch Übergang in den Ruhestand
beendet.
Anlässlich des
175-Gemeindejubiläums wird 1981 der neue Altar von Bischof
Johannes Braun konsekriert. Im Jahr 1982 beginnt der Abriss des
alten Gemeindesaales.
Kolpingbruder Ulf Hagemeier initiiert am 01. Dezember 1988 die
Gründung der Burger Kolpingfamilie und am 12. Dezember 1990 Frau
Gertrud Tippelt die KFD Gruppe Burg.
1991 erfolgt eine Neubeschichtung
des Turmes mit Kupferblech, sowie der Aufbau einer neuen
Wetterfahne. Im gleichen Jahr erfolgt die Rückgabe der
katholischen Schule durch die Stadt Burg. Die Turmfenster werden
1992 restauriert und am 13. Januar erfolgt die Gründung der DJK
"Concordia Burg", sowie die Antragstellung für den neuen
Kindergarten. 1994 kann dann auch das Kirchendach gedeckt werden
und 1995 die Kirchenfenster restauriert werden.
1996
erfolgt der Abriss der Gebäude Blumenthaler Strasse 5 und 6 und
1997 beginnt an dieser Stelle der Neubau des Kindergartens, der
1998 eingeweiht wird. Im Jahr 2001 beginnt der Umbau der alten
Schulgebäude zu einem modernen Gemeindezentrum und Pfarrer Dr.
Nachtwei übernimmt die Probstei in Dessau. Als neuer Pfarrer ist
seit dem in Burg Pfarrer Dietrich Hartmann für die Gemeinde
zuständig.